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Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD): Funktionsdiagnostik in Bochum bei Dr. Winking

Die Funktionsdiagnostik ist ein Spezialgebiet der Zahnmedizin. Dabei wird die Lage der Kiefergelenke zum Unterkiefer und die Auswirkung von Fehlstellungen auf den Körper analysiert. In der Regel sind die Zähne, die Kaumuskulatur und die Kiefergelenke aufeinander abgestimmt, sodass sie im Kausystem harmonisch zusammenarbeiten. Störungen in der Zusammenarbeit dieses Systems werden unter dem Begriff der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) zusammengefasst. Die Gründe hierfür sind vielfältiger Natur: etwa Zähneknirschen oder ein falscher Biss infolge von Zahnfehlstellungen, Füllungen oder Zahnersatz. Aufgrund der fehlerhaften Bisslage kann die gesamte Körperstatik beeinträchtigt werden.

Als erfahrener Zahnarzt für CMD-Therapie in Bochum analysieren wir mit einer sorgfältigen Funktionsdiagnostik Ihre Beschwerden. Vereinbaren Sie einen Termin für eine CMD-Diagnostik in unserer Zahnarztpraxis in Bochum. Dazu können Sie uns telefonisch oder per E-Mail erreichen.

Übersicht:


  1. Was ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion?
  2. Was sind die Ursachen einer Craniomandibulären Dysfunktion?
  3. Welche Symptome können auftreten?
  4. Funktionsdiagnostik beim Zahnarzt: Der erste Schritt zur Behandlung einer Craniomandibulären Dysfunktion
  5. Wie erfolgt die Behandlung einer CMD mittels Funktionsdiagnostik beim Zahnarzt?
  6. Selbsthilfe bei Schmerzen, Verspannungen und Zähneknirschen

Auswirkung einer CMD auf die Bereiche des Menschlichen Körpers

Was ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion?

Der Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:

  • Cranio: aus dem lateinischen Wort Cranium abgeleitet, was Schädel bedeutet
  • Mandibulär: medizinischer Begriff für „zum Unterkiefer gehörend“
  • Dysfunktion: medizinischer Begriff für Funktionsstörung

Auswirkungen einer CMD

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) beschreibt ein komplexes Beschwerdebild. Es handelt sich dabei um eine Funktionsstörung des Kausystems, insbesondere der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur oder beim Zusammenbiss der Zähne. Somit liegt bei einer CMD eine Schieflage im Gebiss vor.


Zwangsläufig resultiert aus der fehlerhaften Bisslage der Zähne im Ober- und Unterkiefer eine unphysiologische Lage der Kiefergelenke. Die umliegende Muskulatur wird auf unnatürliche Weise stärker beansprucht und belastet, was auf Dauer zu Verspannungen und Schmerzen führen kann.

Eine Craniomandibuläre Dysfunktion betrifft zunächst die Gesichtsmuskulatur. Da diese mit unzähligen Nervenbahnen im Hals-, Nasen-, und Rückenbereich verbunden ist, können die mit den Verspannungen verbundenen Schmerzen auch in anderen Körperregionen auftreten.

Unter dem Begriff der Craniomandibuläre Dysfunktion werden mehrere Erkrankungen zusammengefasst, die einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen auftreten können:

  • Okklusopathie (Okklusionsstörung): Fehlerhafter Kontakt der Zähne des Ober- und Unterkiefers
  • Myopathie: Erkrankung der Kaumuskulatur
  • Arthropathie: Erkrankung der Kiefergelenke


Was sind die Ursachen einer Craniomandibulären Dysfunktion?

An der Entstehung einer Fehlregulation des Kauapparats können mehrere Faktoren beteiligt sein, die sich auch gegenseitig beeinflussen können. Folgende Faktoren können Ursachen einer Craniomandibulären Dysfunktion sein:

  • Zahnfüllungen, Zahnkronen oder unbrauchbarer Zahnersatz
  • Zahnfehlstellungen, Zahnverschiebungen oder Zahnwanderungen
  • Zahnunfälle, Zahnverlust
  • Kieferfehlstellungen
  • Emotionaler Stress
  • Psychische Probleme
  • Grunderkrankung wie Rheuma, Arthrose und Arthritis


Ebenso häufig wird CMD durch chronische Fehlhaltungen des Körpers ausgelöst. So sind eine falsche Sitzhaltung mit gekrümmten Rücken, ein leicht schräg gehaltener Kopf oder eine Schiefstellung der Schultern weit verbreitete Ursachen der CMD. Eine Fehlhaltung des Nackens oder der Wirbelsäule hat einen negativen Einfluss auf die Kaumuskulatur und damit einhergehend auf das natürliche Gleichgewicht der Gelenkpfannen im Kiefer.


Welche Symptome können bei einer Craniomandibulären Dysfunktion auftreten?

Bei einer CMD können vielfältige Symptome auftreten. Man unterscheidet zwischen absteigender und aufsteigender Symptomatik. Bei einer absteigenden Symptomatik liegt die Ursache im Schädelbereich, die sich absteigend auf den gesamten Körper auswirkt. Bei einer aufsteigenden Symptomatik liegt die Ursache im unteren Körperbereich (z.B. Beckenschiefstand). Diese wirkt sich aufsteigend auf den Körper aus und kann Symptome wie Nackenschmerzen oder eine Kieferfehlstellung hervorrufen.


Die Fehlstellungen der Gelenkpfannen im Kiefer können aufgrund der engen Vernetzung der Muskulatur im Gesicht-, Kopf-, oder Nackenbereich vielfältige CMD-Symptome hervorrufen, die anfangs nicht in Zusammenhang mit dem Kauapparat gebracht werden. Dazu zählen Migräne, Kopfschmerzen, eine schmerzhaft verspannte Gesichtsmuskulatur, Tinitus oder Rückenschmerzen.


Mögliche Symptome für eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sollten zeitnah in unserer Zahnarztpraxis in Bochum abgeklärt werden:

  • Unerklärliche Zahnschmerzen
  • Funktionsstörungen im Kieferbereich (Probleme beim Öffnen und Schließen des Unterkiefers)
  • Schmerzen beim Kauen, Sprechen und Gähnen
  • Einseitiges Kauen
  • Knacken oder Reiben des Kiefergelenks beim Öffnen und Schließen
  • Kiefersperre
  • Kieferschmerzen, Kiefergelenkschmerzen
  • Gesichtsschmerzen
  • Zähneknirschen (sog. Bruxismus)
  • Kaudruckempfindlichkeit der Zähne
  • Übermäßige Zahnabnutzung (sog. Abrasion)
  • Zähne passen beim Zubeißen nicht mehr genau aufeinander
  • Zahnlockerung
  • Zahnwanderung
  • Zahnfleischrückgang, freiliegende Zahnhälse
  • Taubheitsgefühle in Zähnen, Zunge, Lippen
  • Schluckbeschwerden
  • Zungenbrennen


Weitere mögliche Symptome einer CMD im Rumpfbereich:

  • Verspannungen von Nacken und Schultern
  • Trotz Behandlung fortbestehende Nacken-, Rücken- und Schulterschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Bandscheibenprobleme
  • Blockierung der Halswirbelsäule oder der Kreuzdarmbeingelenke
  • Probleme im Bereich Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Wirbelsäulenkrümmung
  • Beckenschiefstand
  • Unterschiedliche Beinlängen
  • Schmerzen beim Gehen
  • Knieschmerzen
  • Taubheitsgefühl in Armen und Fingern


Funktionsdiagnostik beim Zahnarzt: Der erste Schritt zur Behandlung einer Craniomandibulären Dysfunktion

Mithilfe der Funktionsdiagnostik kann eine CMD im Kiefer früh erkannt werden. Zuerst erfolgt eine manuelle Funktionsdiagnostik (klinische Funktionsanalyse). Dabei wird die einwandfreie Funktion der Kiefergelenke und Kaumuskulatur zunächst durch Abtasten und Abhören umfassend untersucht. Die bisherige Krankengeschichte und Schmerzsymptome werden abgefragt. Darüber hinaus werden der Bewegungsumfang und die Seitwärtsbewegung des Unterkiefers analysiert. Auch die aktuelle Lebenssituation des Patienten wird in diesem Zusammenhang abgeklärt, da psycho-emotionaler Stress bei der Entstehung von CMD eine große Rolle spielt. Hat sich der Verdacht einer Craniomandibulären Dysfunktion bestätigt, folgt eine instrumentelle Funktionsanalyse unter Zuhilfenahme zahntechnischer Instrumente. Mit diesen kann die genaue Ursache einer CMD ermittelt werden.


Wie erfolgt die Behandlung einer CMD mittels Funktionsdiagnostik beim Zahnarzt?

Um eine Craniomandibuläre Dysfunktion und ihre vielen Erscheinungsformen behandeln zu können, ist es wichtig, mehrere infrage kommende Komponenten einzubeziehen. Je früher eine Craniomandibuläre Dysfunktion erkannt wird, umso besser sind die Chancen für eine erfolgreiche Therapie mittels Funktionsdiagnostik bei Ihrem Zahnarzt. Die Behandlung richtet sich sehr stark nach den zuvor festgestellten Ursachen. In vielen Fällen ist ein interdisziplinärer Behandlungsansatz sinnvoll und vielversprechend.

Ist die Ursache schlecht passender oder abgenutzter Zahnersatz, werden die Füllungen und der betreffende Zahnersatz in unserer Praxis in Bochum angepasst. Verschobene Zähne können mit einer kieferorthopädischen Behandlung in die richtige Position bewegt werden. Fehlende Zähne können mithilfe von Implantaten ersetzt werden.


Behandlung einer CMD mit Aufbissschienen

Die Behandlung einer CMD, die auf nächtliches Zähneknirschen zurückzuführen ist, erfolgt mit speziellen Zahnschienen (Positionierungs-, Entspannungs- oder Knirscherschienen). Dadurch wird ein falsches Zusammenbeißen vermieden. Spezielle CMD-Aufbissschienen ermöglichen eine Entlastung der Kaumuskulatur und Kiefergelenke sowie eine Zentrierung der Kiefergelenkköpfe. Kurzeitig dient die Aufbissschiene dazu, Ursachen einer Craniomandibulären Dysfunktion zu erkennen und auszuschalten, langfristig zur Wiederherstellung der korrekten Funktion des Kausystems.


Die Vorteile der Aufbissschiene sind:

  • Schutz des Zahnschmelzes vor zu starker Abnutzung
  • Entlastung der Kiefergelenke durch Druckverminderung
  • Entspannung und Schmerzlinderung bei verspannter Kaumuskulatur
  • Zähneknirschen (Bruxismus) wird vermindert


Im Gebiss bzw. ganzen Kausystem erfüllt sie folgende Funktionen:

  • stoppt die weitere Gelenkschädigung (Arthrose)
  • verringert Kiefergelenkknacken
  • erhöht einen zu niedrigen Biss
  • korrigiert die Position der Kiefergelenke/der Gelenkscheibe und stabilisiert sie
  • schaltet störende Kontakte im Biss aus bzw. gleicht diese aus
  • ergänzt fehlende Kontaktflächen


Die Schiene besteht aus Kunststoff und wird im Labor nach einem genauen, individuellen Abdruck des Patientengebisses angefertigt. Zu ihrer Herstellung werden außerdem die Ergebnisse der vorangegangenen Untersuchungen, die Funktionsanalyse, verwendet. Somit ist sie viel präziser als vorgefertigte (konfektionierte) Schienen.


Eine genaue Anpassung ist wichtig, da selbst eine kleine Erhöhung im Biss zu einer Craniomandibulären Dysfunktion führen kann. Eine nicht präzise angefertigte Schiene kann eine Bisserhöhung hervorrufen und damit die Symptome verschlimmern.


Die Schiene wird so in Ihren Mund eingegliedert, dass sich Ihr Kiefer wieder der idealen (physiologischen) Position nähert und der Heilungsprozess eingeleitet wird. Dafür wird die Schiene sorgfältig angepasst.


Je nach Schwere der Craniomandibulären Dysfunktion wird die Aufbissschiene nur nachts, nur tagsüber oder rund um die Uhr getragen. Zeigt sich eine Besserung der Symptome, können die Eigenschaften der Schiene auf den permanenten Zahnersatz beispielsweise durch Anpassen (Einschleifen) der Kauflächen übertragen werden. Damit die richtigen Zahnkontakte dauerhaft erhalten bleiben, wird der Sitz der Schiene regelmäßig kontrolliert.


Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Auswirkungen auf andere Körperbereiche, etwa auf die Haltung, werden im Rahmen einer sogenannten Co-Therapie von den entsprechenden Fachärzten behandelt. Weitere Möglichkeiten zur CMD-Therapie sind Akupunktur, Physiotherapie sowie Osteopathie (bei Störungen und Bewegungseinschränkungen der Muskeln und Gelenke) und die Craniosakraltherapie, also die alternativmedizinische Schädel-Kreuzbein-Therapie.


Physikalische Maßnahmen (Wärme, Kälteanwendungen, Rotlicht, etc.) entfalten eine schmerzlindernde und/oder eine entzündungshemmende Wirkung. Falls Stress der Auslöser für die Symptome ist, können Entspannungsmaßnahmen wie Yoga, autogenes Training und Muskelrelaxion sinnvoll sein. Dadurch können Sie lernen, körperlich und geistig zu entspannen. Um mit Stress besser umzugehen, bietet sich möglicherweise ebenfalls eine Psychotherapie an.


Selbsthilfe bei Schmerzen, Verspannungen und Zähneknirschen

Generell gilt: Lassen Sie bei Beschwerden auf jeden Fall die Ursachen abklären. Nur so kann heilend eingewirkt und langfristig für Abhilfe gesorgt werden. Außerdem kann dadurch vermieden werden, dass sich die Symptome einer CMD verstärken.


Wärme kann Schmerzen in Gelenken und Muskeln lindern. Nutzen Sie warme, feuchte Waschlappen oder Rotlicht, das mehrmals täglich auf den Bereich des Körpers gerichtet wird.


Zur Entspannung des ganzen Körpers kann ein warmes Vollbad beitragen. Nachdem sich der schmerzende Bereich durch die Wärme bereits etwas entspannt hat, kann eine Massage zusätzlich wohltuend wirken.


Bei stressbedingten, körperlichen Verspannungen und Zähneknirschen

Suchen Sie sich eine Ausgleichbeschäftigung, die Ihnen hilft, mit dem Stress umzugehen und sie körperlich ausgleicht: Autogenes Training, progressive Entspannungstechniken, Sport und lange Spaziergänge. Insgesamt sollten Sie den Ursachen des Stresses auf den Grund gehen und lernen, Stress anders zu verarbeiten oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.


Funktionsdiagnostik CMD bei Zahnarzt Dr. Winking in Bochum

In unserer Zahnarztpraxis in Bochum werden Sie über die Möglichkeiten einer CMD-Therapie umfassend informiert. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf eine individuelle und ganzheitliche Behandlung. Melden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail. Wir freuen uns, Ihnen schnellstmöglich zu helfen!

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